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Gut Ding will Weile haben
Kölner Stadtanzeiger, Von Joachim Sprothen, 17.05.10, 17:20h, aktualisiert 17.05.10, 17:58h
Die Idee, die Bahnlinie zu untertunneln, ist fast 100 Jahre alt und immer noch nicht realisiert. Bereits vor 82 Jahren hatte sich das „Euskirchener Volksblatt“ mahnend in die Debatte eingeschaltet.
 Die Idee, den Bahnübergang an der Friedrich-Wilhelm-Straße zu untertunneln, ist bereits vor dem Ersten Weltkrieg ausgetüftelt worden und daher etwa 100 Jahre alt. Dem Bahnhofsdurchstich hätte seinerzeit ein Kaufhaus weichen müssen, das heute eine Gaststätte ist. (Bild: Sprothen)
Mechernich – Wenn es nach der jüngsten Verlautbarung des Landesbetriebs Straßen NRW geht, soll noch in diesem Jahr mit der Untertunnelung der Bahnlinie begonnen werden. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick wollte für diese Zeitschiene allerdings auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ nicht die Hand ins Feuer legen: Womöglich gehe es auch erst im nächsten Jahr los. Der Mechernicher Verwaltungschef ist aus gutem Grund mit Prognosen in Sachen Bahnhofsdurchstich vorsichtig. Seine Amtsvorgänger hatten sich in der Vergangenheit nur allzu oft mit Ankündigungen aus dem Fenster gelehnt, die sich später als Luftnummern erwiesen. Im Grunde genommen kann es schon egal sein, ob die Bauarbeiter 2010 oder 2011 anrücken. Auf ein paar Monate kommt es nun auch nicht mehr an. Denn die Idee, die Bahnlinie zu untertunneln, ist weit älter als bislang bekannt.
Auch der „Kölner Stadt-Anzeiger“ ging in seiner Berichterstattung immer davon aus, dass ein Bahnhofsdurchstich „erst“ seit etwa 40 Jahren in der Diskussion ist. Doch nach einer Recherche im Archiv des Heimatforschers Anton Könen muss diese Ansicht korrigiert werden. Sollte der Tunnel, der die Gleise vom ehemaligen Speuser-Gebäude bis hin zur Deutschen Mechatronics unterqueren wird, nicht wie angekündigt 2012, sondern erst 2014 fertiggestellt sein, könnte man mit der Einweihungsfete auch noch ein rundes Jubiläum verknüpfen. Spätestens dann kann die Idee ihren 100. Geburtstag feiern.
„Bis in die Vorkriegszeit geht der Plan zurück, eine Aenderung am Bahnübergang in der Friedrich-Wilhelm-Straße herbeizuführen.“ Das wurde am 25. Januar 1936 in der Zeitung „Der neue Tag“ berichtet. Da der Zweite Weltkrieg 1939 ausbrach, müssen logischerweise mit Vorkriegszeit die Jahre vor 1914 gemeint gewesen sein, also die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Dies wird belegt durch eine weitere Zeitungsmeldung. Bereits vor 82 Jahren hatte sich das „Euskirchener Volksblatt“ mahnend in die Debatte eingeschaltet. Die Zeitung begrüßte zwar Begradigungsarbeiten an der Kreuzung Bahnstraße / Friedrich-Wilhelm-Straße. Aber, so heißt es in der Ausgabe vom 28. Juli 1928: „Ein Missstand bildet immer noch das längere Warten am Eisenbahnübergang beim Rangieren der Züge.“ Es wäre daher zu begrüßen, „wenn dem geplanten Projekt der Schaffung einer Unterführung an dieser Stelle näher getreten würde“.
Fußgängerunterführung
Neu war auch die Idee nicht, die 1999 in einer Bürgerversammlung präsentiert und allgemein begrüßt, aber nie realisiert wurde: Eine Fußgängerunterführung vom Stiftsweg zur Bahnstraße sei schon aus Sicherheitsgründen eine absolut notwendige Maßnahme, hieß es vor elf Jahren. Denn rund 80 Menschen nähmen täglich die lebensgefährliche Abkürzung über die Gleise. Aus dem Gedanken, eine solche Fußgängerunterführung in der Mitte der Bahnstraße zu bauen, war dem Bericht in „Der neue Tag“ zufolge der Plan gereift, eine Unterführung zu schaffen, die „nicht nur dem Personenverkehr zugute kommen sollte“. Dies sei schon wegen der zunehmenden Bebauung des Oberfeldes (damit waren die Straßenzüge nördlich der Bahnlinie gemeint) „zu einer dringenden Notwendigkeit geworden“.
Laut „Euskirchener Volksblatt“ lag der Bahnübergang Friedrich-Wilhelm-Straße an der „gefährlichsten und vom Verkehr am meisten in Anspruch genommenen Straßenkreuzung“ Mechernichs. Von den heute bis zu 12 000 Fahrzeugen, die dort die Gleise überqueren, war man vor 82 Jahren allerdings weit entfernt. Dennoch wurde der Bahnhofsdurchstich nicht grundlos gefordert. Vor allem, so Könen, waren es Lastwagen und Pferdefuhrwerke, die vor den geschlossenen Schranken standen.
Heutzutage sorgen 56 Züge dafür, dass der Bahnübergang täglich vier Stunden dicht ist. Von dieser Größenordnung war man vor einem Jahrhundert nicht weit entfernt. Das Bergwerk, die Firma Michael Schmitz, deren Stahlwalzen Weltgeltung genossen, und der Landhandel Strotkötter – der An- und Abtransport dieser Firmen lief großteils über die Schiene. Die Waren für das gesamte Hinterland von Weyer bis Eicks liefen ebenfalls über den Mechernicher Bahnhof. Lange Güterzüge rollten ein, die Waggons wurden von Rangierloks an die Stellen gebracht, an denen die Lastwagen der einzelnen Unternehmen die Waren aufnahmen. Die Lokomotiven mussten den Bahnübergang bei den Rangierarbeiten mehrfach passieren. Entsprechend quälend waren bereits damals die Wartezeiten vor den geschlossenen Schranken.
Die Kosten des Bahnhofsdurchstichs werden heute auf 10,2 Millionen Euro beziffert. Welche Gelder damals zur Debatte standen, ist auch Könen unbekannt. Er weiß allerdings, dass es das als „Postamt II“ von fröhlichen Zechern sehr geschätzte Wirtshaus heute nicht mehr geben würde. Dort stand früher ein Kaufhaus, das dem Bahnhofsdurchstich hätte weichen müssen. Das frühere Domizil des Oberschichtmeisters Gertner, das ebenfalls im Weg gestanden hätte, wurde vor einigen Jahren abgerissen – zum zweiten Mal. Am 29. September 1912 hatten sich bei Bauarbeiten am Kaller Tunnel fünf mit Steinen beladene Waggons selbständig gemacht. Sie konnten auch von einem Prellbock in Mechernich nicht gestoppt werden und rasten schnurstracks in Gertners Diensthaus.
Kölnische-Rundschau – Ausgabe 08.03.2010
Das Projekt „Durchstich Bahnhofsberg“ ist beschlossen worden. Bereits ab 2012 sollen Fahrzeuge und Menschen die Bahnlinie Köln-Trier in zwei Tunneln unterqueren können. Damit soll Stau an den Bahnübergängen künftig vermiedern werden.
Mechernich – Der lang ersehnte “Durchstich Bahnhofsberg” steht unmittelbar bevor. Damit ist die Stadt Mechernich nach 147 Jahren nicht mehr durch die Bahnlinie geteilt. Nach anderthalb Jahren Bauzeit sollen schon ab 2012 Fahrzeuge und Menschen die Bahnlinie Köln-Trier in zwei Tunneln unterqueren können. Die Bauarbeiten für den 10,2 Millionen Euro teuren “Durchstich Bahnhofsberg” beginnen in der zweiten Jahreshälfte. Sie sind bereits ausgeschrieben.
Ziel ist es, die zurzeit noch vier schienengleichen Bahnübergänge in Mechernich zu ersetzen, vor denen sich zurzeit mindestens viermal pro Stunde, insgesamt 56 Mal an einem durchschnittlichen Werktag, die Autos stauen. Den Löwenanteil der 10,2 Millionen Euro Baukosten für den “Durchstich Bahnhofsberg” trägt mit 6,25 Millionen Euro der Bund. 3,3 Millionen Euro kommen von der Deutschen Bahn AG, den Rest teilen sich das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Mechernich.
“Der Durchstich Bahnhofsberg ist städtebaulich und strukturpolitisch der größte Fortschritt seit Jahrzehnten”, sagte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der gleichzeitig mit dieser Maßnahme einen barrierefreien Bahnhof schaffen möchte. Die Stadt verhandelt derzeit über die Investitionskosten von einer Million Euro für eine Stahlbrücke zu einem neuen, barrierfreien, 160 Meter langen Mittelbahnsteig.
Laut Bürgermeister Schick und Fachbereichsleiter Thomas Hambach zeichnet sich auch für Strempt eine Lösung ab. Dort sollen die beiden örtlichen Bahnübergänge ebenfalls 2011 durch Tunnel ersetzt werden – und zwar durch eine Straßenunterführung vor Haus Rath und einen Fußgängertunnel in Höhe der St.-Rochus-Pfarrkirche. Auch in Sachen Bahnhofsgebäude tut sich etwas. Nach Plänen des Holzheimer Architekten Peter Sampels soll dieses in einen lichtdurchfluteten, modernen Glaskomplex verwandelt werden. Bauherr Rolf Schäfer vom Mechernicher Busunternehmen “Schäfer Reisen” will in der neuen “Gleis-Passage”, so der Name, Akzente setzen, die nichts mehr mit dem Bahnhofsklischee vergangener Jahrzehnte zu tun haben.(pp/ron)
Kölner-Stadtanzeige – Ausgabe 05.02.2010
Das Projekt schlägt mit Kosten von zehn Millionen Euro zu Buche. Wenn alles gut geht, kann Ende 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden.
KREIS EUSKIRCHEN/MECHERNICH – Es ist nicht so ganz das, was Hans Schmitz sich gewünscht hatte. Eine Anbindung der B 477 in der Peterheide an die Heerstraße wäre dem SPD-Mann schon lieber gewesen. Doch allein die Tatsache, dass der „Durchstich Bahnhofsberg“ nach jahrzehntelangem Ringen nun kurz vor der Realisierung steht, stimmte das Mitglied des Kreis-Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr fast schon gnädig.
In diesem Gremium stellte Bernd Egenter, der zuständige Planer der Euskirchener Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßenbau NRW, am Mittwochnachmittag die Detailplanung des Millionen-Projekts vor. Interessant waren vor allem die neuesten Zahlen, die Egenter parat hatte. Die wichtigsten zuerst: Rund 9,9 Millionen Euro soll die Maßnahme „Bahnübergang-Beseitigung Mechernich“, wie sie beim Landesbetrieb heißt, nach der aktuellen Kalkulation kosten. Und wenn alles gut klappt, dann könnte man Ende 2010 mit dem Bau der Untertunnelung und des neuen Straßenstücks beginnen.
Verkehrsentlastung
Man befinde sich derzeit „im Projektstatus der Planfeststellung“, berichtete Bernd Egenter den Ausschussmitgliedern. Nach der Offenlage des Plans bis Mitte Januar gibt es nun noch eine Einwendungsfrist bis zum 10. Februar. Er rechne nach derzeitigem Stand aber damit, dass das „Verfahren ruhig durchlaufen kann“, so der Straßenplaner. Keinen Zweifel ließ er an der Wichtigkeit des Projekts: Vor allem in den Nachmittagsstunden sei es schlimm – dann sei die Zufahrt zum Krankenhaus, auch für Rettungswagen, oft minutenlang wegen geschlossener Schranken nicht möglich. Mit der Untertunnelung der Bahnstrecke Köln-Trier ist dieses Problem endgültig vom Tisch.
Die Planung sieht im Konkreten vor, an der bisherigen Kreuzung von B 477 und K 81 in Richtung Strempt einen Kreisverkehr zu bauen. Angebunden bleibt dadurch die Friedrich-Wilhelm-Straße in Richtung Bahnhof. Der Hauptverkehr wird aber künftig unter einem 27 Meter langen Brückenbauwerk, über das die Züge rollen, auf die andere Seite der Bahnstrecke geleitet. Rund 700 Meter wird der neue Streckenabschnitt lang sein, der parallel zu den Gleisen in Richtung Bahnstraße verläuft.
Eine Unterführung
In Höhe des Firmengeländes der Deutschen Mechatronics erfolgt dann die Anbindung an das vorhandene Straßennetz. Wiederum durch einen Kreisverkehr im bisherigen Kreuzungsbereich von Friedrich-Wilhelm-Straße und Bahnstraße. Für die Fußgänger wird es an dieser Stelle laut Bernd Egenter eine Unterführung geben. Dies sei einfacher zu realisieren als eine Überführung, die etwa aufgrund der vorgegebenen Steigungen für Rollstuhlfahrer bis zu sieben Meter hoch werden könnte.
Auf der bisherigen Strecke der B 477 durch Mechernich soll das Verkehrsaufkommen nach den Berechnungen der Straßenplaner erheblich sinken. Fahren derzeit rund 11 500 Fahrzeuge am Tag auf der Friedrich-Wilhelm-Straße am Bahnhof vorbei, so sollen es nach dem Durchstich des Bahnhofsbergs nur noch gut 5000 sein. Eine Entlastung erhoffen sich die Planer auch für den Abschnitt Heerstraße in Richtung Breitenbenden. Eine Zunahme des Autoverkehrs errechneten sie allerdings für Weierstraße und Turmhofstraße.
Wenn das Projekt planmäßig Ende des kommenden Jahres in Angriff genommen würde, dann könnte der Verkehr womöglich schon zu Beginn des Jahres 2013 über die neue Trasse rollen. Eine Bauzeit von zwei Jahren halte er für realistisch, meinte Bernd Egenter abschließend.
BÜRGERINITIATIVE gegen den OSTRING Mechernich
EINLADUNG zur INFORMATIONSVERANSTALTUNG
am Montag den 21.12.2009 um 20.00 Uhr
Ort: Restaurant im Hochwildpark Rheinland
TOP 1: Sachstand Ostring
…und wie geht es weiter ?
TOP 2: Kurzbericht
Sachstand Funkmast Kommern-Süd
“Bürgerinitiative gegen den Ostring Mechernich”
53894 Mechernich, Filskaul 4 Tel.: 02443-48590 http://www.kontra-ostring.de
Spendenkonto: Konto Nr. 11 09 55 90 12 Blz. 382 600 82 Volksbank Euskirchen e.G
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick berichtete, dass die meisten der Mechernicher Baugebiete nahezu ausverkauft seien. Eine Erweiterung um circa 80 Parzellen soll in naher Zukunft das Baugebiet „Vier Wege“ erfahren, die Weichen dafür werden derzeit gestellt. „70 bis 80 Baugrundstücke wechseln derzeit pro Jahr in Mechernich den Besitzer. Die Zahl wird rückläufig sein, daher passen wir das Angebot der Nachfrage an“, erklärte Schick.
Kölner Stadtanzeiger – Von Michael Thalken, 08.09.09, 18:03h, aktualisiert 08.09.09, 18:04h
Ostring-Gegner waren gegen die CDU-Wahlkampf-Zeitung Sturm gelaufen. Darin soll Rudi Mießeler vertrauliche Daten veröffentlicht haben. Das Landgericht in Bonn wies den Antrag auf einstweilige Verfügung ab.
Mießeler stellte deren Engagement für den Naturschutz in Frage, weil die Frau zum einen aus einer landwirtschaftlichen Fläche gut 85 Grundstücke für ein Neubaugebiet vermarktet habe. Zum anderen aber habe sie mit der Stadt einen Bauerlaubnisvertrag abgeschlossen, in dem sie 32 Flächen zum Bau der Osttangente zur Verfügung stelle. „Wie dreist muss man sein, trotzdem lautstark als Naturschützer aufzutreten!”, schimpfte Mießeler in seiner Broschüre.
Zwei Ostring-Gegner versuchten daraufhin, eine einstweilige Verfügung gegen die Austeilung der Wahlzeitung zu erzwingen. In einem offenen Brief an den „Kölner Stadt-Anzeiger” wurde zur selben Zeit von einer weiteren Person die Neutralität von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick angezweifelt und die Frage gestellt, ob Bürger, die nicht im Sinne der CDU reden und handeln, „mit Repressalien wegen missbräuchlicher Verwendung vertraulicher Daten rechnen müssen”. Man verlangte gar, dass die Aufsichtsbehörde einschreite. Auch das recht starker Tobak.
Der Antrag der Ostring-Gegner wurde jedoch vom Amtsgericht in Euskirchen abgeschmettert. Daraufhin zog man vor das Landgericht Bonn. Doch auch dort erlitten die Klagenden Schiffbruch und müssen jetzt sogar die Kosten des Verfahrens tragen.
Zulässige Meinungsäußerungen
Das Gericht wertete die Äußerungen in der Mechernicher Zeitung als Meinungsäußerungen, die rechtlich zulässig seien. „Soweit die Aussagen auch Tatsachenbehauptungen beinhalten, sind diese nicht unwahr”, heißt es in der Urteilsbegründung des Landgerichts.
Die Kammer kommt zu dem Ergebnis, dass allein der Umfang des Vertrags – 85 Grundstücke für ein Neubaugebiet – den Vertragsinhalt zum Gegenstand des öffentlichen Interesses macht. Auch beim Bauerlaubnisvertrag handele es sich nicht um einen privaten Vertrag.
Die Kammer weiter: „Auch für den Durchschnittsleser ist nämlich offensichtlich, dass er von der »Mechernicher Zeitung« keine ausgewogene, sondern eine parteipolitisch motivierte Berichterstattung zu erwarten hat.” Dies ergebe sich schon daraus, dass die Zeitung in den Farben der CDU gehalten sei, dass das Wort CDU in jedem Artikel fett und farbig hervorgehoben sei und dass auf der ersten Seite für die Wahl der CDU-Kandidaten geworben werde. „Auch mit Blick auf den Inhalt der Zeitung ist es für den Durchschnittleser offensichtlich, dass eine einseitige Information der Öffentlichkeit beabsichtigt ist.”
Die Verfasser des Artikels räumten beispielsweise den Beschuldigten keine Möglichkeit ein, ihren Standpunkt darzulegen, „was hingegen von einer seriösen Berichterstattung zu erwarten gewesen wäre”. In Zeiten des Wahlkampfs sei dabei eine zugespitzte Formulierungsweise von der garantierten Meinungsfreiheit gedeckt.
Fazit: Die Argumentation in der Mechernicher Zeitung war zwar nicht „unwahr”, sehr seriös war sie aber auch nicht. Gegen ein Werbeblättchen sogleich gerichtlich vorzugehen, scheint hingegen ebenfalls überzogen. Bleibt zu hoffen, dass nun, da der Wahlkampf vorbei ist, beide Parteien wieder zu einem sachlichen Diskurs zurückfinden, der den Bürger aufklärt und nicht nur emotionalisiert.
Wahlbeteiligung 2009: 57,1 (Kommunalwahl 2004: 58,7)%
Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bürgermeisterwahl
Sieger Dr. Hans-Peter Schick, CDU, 63,5 %
Wolfgang Weilerswist, SPD, 24,8 %
Peter von Wilcken, Grüne, 12,8 %


Mechernich Ratswahlen 2009 (2004) – Gewinne und Verluste
Um die Gewinne und Verluste der einzelnen Parteien zu sehen, klicken Sie die Links an: CDU, SPD, UWV, Grüne, FDP, Die Linke


Quelle: Kölner Stadtanzeiger – Ausgabe 31.08.2009
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